Bibcamp 2008 Eindrücke
Das war die erste deutsche Unkonferenz zum Thema Bibliothek 2.0. Für mich die erste bibliothekarische Konferenz, bei der man nicht komisch angeguckt wird, wenn man Sätze mit Wörter wie "microformats", "COinS", "unAPI" oder "Suchmaschinenoptimierung" formulierte.
Da es auch mein erstes Barcamp war, muss ich erstaunt zugeben, dass ich nicht gedacht hätte, dass sich alles mehr oder weniger selbst organisiert und wir als "Organisatoren" während der Konferenz kaum etwas "organisieren" mussten. Jetzt verstehe ich das Wort UNkonferenz.
Und da es so wenig zu organiseren gab, konnte ich auch in einigen Slots dabei sein. Dabei sind mir besonders die folgende Themen im Gedächtnis geblieben:
OPACs und Suchmaschinen
Sollen die OPACs für Suchmaschinencrawler optimiert werden? Eine Diskussion, die nicht neu ist und die viele Vorbehalte und Ängste schafft. Das
virtuelle Bücherregal NRW verfolgte diese Idee schon. Das Rad muss also nicht neu erfunden werden. Leider gab es bei der Diskussion niemand, der von Erfahrungen in dieser Hinsicht der Gruppe weiterhelfen konnte. Dennoch wurde die Diskussion aus vielen Richtungen bereichert. Der O-Ton eines Nutzers: Keine Frage! Öffnet die Kataloge für Suchmaschinen.
Tools und Technik
Besonders sind mir hier das Videosuch- und tagging-Projekt yovisto, das web-basierte Literaturverwaltungsprogramm refbase und das ich-kann-alles Widget
jOPAC aufgefallen, die alle drei wahnsinnig geniale Projekte sind.
Talk, Talk, Talk
Am Freitag gab es eine sehr ausgewogene Diskussion zum Sinn und Zweck von Bibliothek 2.0. Ich bin mir nicht sicher, ob es irendein Konsens gab, was Bibliothek 2.0 ist. Es sind immerhin alle zu einer Konferenz gegangen, die sich mit dem Thema Bibliothek 2.0 auseinander setzt. Wenigstens das haben alle gemein. Ansonsten wünschten sich einige eine höhere Professionalität für den Begriff, andere sehen darunter jedoch eher den spielerischen Umgang mit neuen Technologien. Es gab auch wenig Gegenwehr, als der Begriff "Bewegung" gefallen ist. So fühlt man sich vielleicht einer Gruppe zugeordnet, die ein bisschen mehr hip ist als das verstaubte Bibliothekarsbild.
Soweit meine Eindrücke. Jetzt arbeite ich an meiner Diplomarbeit weiter... Mehr Bericht und Kommentare gibt es natürlich im Wiki (Berichte und Das Bibcamp in der Blogosphere)
Cheers!


















martin
Ha! Ja, wenn die Bibliothekarinnen denn auch alle so hübsch wären... ;-)
Jakob
Mit Caching und Vorab-Überprüfung der ISBN lässt sich einiges an Performance verbessern, letztere...
carsten
Danke für den Hinweis mit den Kommentaren. Hab ich geändert, ist mir gar nicht aufgefallen, dass d...
CH
Ich dachte eher an eine Middleware für alle, die Rezensionsdienste einbinden wollen. Wobei sich dan...
Carsten
Tja, dann bräuchte man wohl eine immer aktuelle Liste von ISBN. Das würde wohl klappen, aber wo li...